Die Vorteilspackung - Der große Regeltest zur Vorteilsbestimmung

Die Vorteilsbestimmung als Prinzip in den Fußballregeln

1. Auf welche Regeln beziehen sich die folgenden Fragen ?

Durch den Zuruf »Lass« versucht ein Abwehrspieler, den Gegner zu täuschen. Der Angreifer lässt sich nicht irritieren und spielt den Ball.

Welche Regel ist betroffen?  

Ein Spieler läuft unangemeldet auf das Spielfeld, als die Gegenmannschaft den Ball hat und sich ihr eine Torchance bietet.

Welche Regel ist betroffen?  

Bei der Abwehr eines Freistoßes läuft ein Spieler zu früh aus der Abwehrmauer vor. Der Ball wird ins Tor betreten.

Welche Regel ist betroffen?  

Lösung

Ihre Punktzahl:



2. Denken Sie einmal scharf nach. Bei welcher Regel (1 bis 17, ausgenommen die Regeln 5 und 6) kann die Vorteilsbestimmung nicht angewendet werden?

Regel   

Lösung



3. Wann darf die Vorteilsbestimmung angewendet werden und wann nicht

Zusätzlich zu Fragen nach der richtigen Anwendung der Vorteilsbestimmung im eigentlichen Sinne, enthält der Test Fragen zur Entscheidung »weiterspielen lassen« oder »nicht weiterspielen lassen«. (Hinweis: Bitte klicken Sie mit der Maus auf die richtige Anwort. Ihre Wahl erscheint dann unterstrichen. Und bitte achten Sie darauf, alle(!) Fragen zu beantworten. Nur dann gibt es eine Lösung und Bewertung)

1. Zu Beginn des Spiels zieht ein Torwart zu seiner Orientierung mit seinen Fußballschuhen einige Furchen in den Rasen des Strafraums. Der Schiedsrichter-Assistent signalisiert dem Spielleiter die Regelübertretung.

  • Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel und verwarnt den Torwart
  • Der Schiedsrichter verwarnt den Torwart in der nächsten Spielunterbrechung

2. Als die Mannschaft A kurz nach dem Anpfiff einen Angriff startet, rennt ein zu spät kommender gegnerischer Spieler, ohne in das Spiel einzugreifen, auf das Spielfeld.

  • Der Schiedsrichter pfeift sofort und verwarnt den Übertäter
  • Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel nicht und verwarnt den Spieler in der nächsten Spielunterbrechung

3. Nach Behandlung seiner Verletzung läuft ein Spieler ohne Zustimmung des Schiedsrichters auf das Spielfeld. Der Gegner ist in Ballbesitz.

  • Der Spielleiter unterbricht das Spiel sofort und zeigt GELB
  • Der Schiedsrichter lässt weiterspielen und verwarnt den Spieler während des laufenden Spiels
  • Die Verwarnung wird erst während der nächsten Spielunterbrechung ausgesprochen

4. Ohne ernsthaft verletzt zu sein, verlässt ein Akteur das Spielfeld.

  • Der Schiedsrichter pfeift und verwarnt den Spieler
  • Der Schiedsrichter zeigt dem Spieler in der nächsten Spielunterbrechung die gelbe Karte beziehungsweise informiert den Mannschaftsführer über die Verwarnung

5. Darf der Schiedsrichter das Spiel sofort unterbrechen, wenn während des laufenden Spiels ein Torwartwechsel erfolgt?

  • Nein
  • Ja
  • Ermessensentscheidung des Schiedsrichters

6. Während des laufenden Spiels bemerkt der Schiedsrichter, dass ein Spieler ohne Schienbeinschoner spielt.

  • Falls ein Gegner des Spielers in Ballbesitz ist: Weiterspielen
  • Falls die Mannschaft des Spielers den Ball spielt: Sofortige Spielunterbrechung
  • Generell fordert der Schiedsrichter die Abstellung von Mängeln erst in der nächsten Spielunterbrechung

7. Ball und Schuh des Schützen fliegen gleichzeitig ins Tor.

  • Indirekter Freistoß
  • Direkter Freistoß
  • Tor

8. In der Nähe des Strafraums bringt ein verteidigender Spieler den Gegner zu Fall. Der Schiedsrichter wartet einige Sekunden, ob sich ein Vorteil ergibt. Als das nicht der Fall ist, unterbricht er das Spiel.

  • Der Schiedsrichter durfte das Spiel nicht mehr unterbrechen
  • Gute Anwendung der Vorteilsbestimmung

9. Unmittelbar vor dem Strafraum tritt ein verteidigender Spieler einen Angreifer in die Hacken. Da der Stürmer nicht zu Fall kommt, hält der Verteidiger den Stürmer im Strafraum mit beiden Händen fest. Spielfortsetzung?

  • Der Schiedsrichter bestraft das Treten
  • Der Schiedsrichter bestraft das Halten

10. Ein Spieler führt einen Freistoß so schnell aus, dass die Gegner den Abstand von 9,15 Meter nicht einhalten können.

  • Wiederholung des Freistoßes
  • Für die (vorteilhafte) schnelle Ausführung eines Freistoßes darf die Zustimmung des Schiedsrichters vorausgesetzt werden

11. Eine Mannschaft spielt nach allen Regeln der Kunst auf Zeit.

  • Die vergeudete Zeit wird grundsätzlich nachgespielt
  • Die vergeudete Zeit wird nur nachgespielt, wenn dies für die schuldige Mannschaft von Nachteil ist

12. Der Schiedsrichter hat irrtümlich gepfiffen. Er führt den Schiedsrichterball so schnell aus, dass das benachteiligte Team in Ballbesitz bleibt.

  • Recht so!
  • Er hätte warten müssen, bis auch der Gegner zur Stelle war

13. Durch einen »Lattenkracher« im wahrsten Sinne des Wortes ist die Querlatte gebrochen. Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel sofort, obwohl sich der angreifenden Mannschaft unmittelbar darauf eine weitere große Torchance bietet.

  • Der Schiedsrichter handelte richtig
  • Der Schiedsrichter hätte den Angriff abwarten müssen

14. Als der Ball auf das Tor getreten wird, bemerkt der Schiedsrichter, dass der Ball mangels Luft »eiert«. Der Ball landet im Tor. »Vorteil« denkt der Schiri und zeigt auf den Mittelpunkt.

  • Gute Anwendung der Vorteilsbestimmung
  • Der Schiedsrichter hätte sich besser als Spaßverderber erwiesen und mit einem neuen Ball einen Schiedsrichterball ausgeführt

15. Zur festgesetzten Anstoßzeit sind von einer Mannschaft erst 6 Akteure auf dem Spielfeld. Um den Spielern »Beine zu machen«, pfeift der Schiedsrichter das Spiel an. Der Gegner freut sich über diese sinnvolle Anwendung der Vorteilsbestimmung.

  • Der Spielleiter durfte das Spiel nicht anpfeifen
  • Gute Auslegung der Vorteilsbestimmung

16. Ein Zuschauer betritt das Spielfeld, um ein Tor zu verhindern. Das Leder rollt jedoch unberührt ins Tor.

  • Spiel sofort unterbrechen. Schiedsrichterball. Meldung!
  • Das Tor wird anerkannt. Meldung!

17. Nach einer strafbaren Abseitsstellung bekommt die Abwehr den Ball sicher unter Kontrolle. Darf der Schiedsrichter die Vorteilsbestimmung anwenden und weiterspielen lassen?

  • Ja
  • Nein

18. Der Torwart liegt nach der Abwehr eines Balles ohne Verschulden des Gegners verletzt am Boden. Dem Gegner bietet sich eine große Torchance.

  • Sofort das Spiel unterbrechen
  • Einige Sekunden abwarten, ob ein Tor erzielt wird

19. Ein Zuschauer betritt das Spielfeld, um ein Tor zu verhindern. Er berührt das Leder, kann aber ein Tor nicht verhindern.

  • Tor und Meldung
  • Schiedsrichterball und Meldung

20. Ein Angreifer verlässt das Spielfeld, um sich einer drohenden Abseitsstellung zu entziehen. Von außen beeinflusst er durch Zurufe das Spiel (»Schiiieeeeeß!«).

  • Der Schiedsrichter muss das Spiel sofort unterbrechen. Verwarnung!
  • Wenn die verteidigende Mannschaft einen Gegenangriff starten kann, wird das Spiel nicht unterbrochen und der schuldige Spieler in der nächsten Spielunterbrechung verwarnt

21. Ein Spieler spielt den Ball in der Nähe der Seitenlinie mit der Hand. Der Schiedsrichter wartet, ob sich ein Vorteil ergibt. Währenddessen rollt das Leder ins Seitenaus.

  • Einwurf
  • Direkter Freistoß

22. Ein Spieler stützt sich auf einen Gegner auf. Der Schiedsrichter zögert noch mit dem Pfiff, um gegebenenfalls auf Vorteil zu entscheiden. Währenddessen schlägt der gefoulte Spieler seinen Gegner ins Gesicht. Spielfortsetzung?

  • Direkter Freistoß wegen Aufstützens
  • Direkter Freistoß wegen Schlagens
  • Schiedsrichterball

23. Ein Freistoß wird ausgeführt, obwohl der Ball noch rollt. Der Gegner kommt in Ballbesitz.

  • Wiederholung des Freistoßes
  • Vorteil und weiterspielen

24. Ein direkter Freistoß wird zum eigenen Torwart zurückgespielt. Da seine Mannschaft mit 1:5 zurückliegt lässt er den Ball unberührt ins eigene Tor rollen: Er erhofft sich von einer falschen Schiedsrichter-Entscheidung einen Protestgrund!

  • Wiederholung des Freistoßes
  • Tor und Anstoß
  • Eckstoß

25. Darf der Schiedsrichter die schnelle Ausführung eines Freistoßes zulassen, wenn er noch einen Akteur verwarnen will?

  • Nein
  • Ja - Die Verwarnung muss dann in der nächsten Spielunterbrechung erteilt werden

26. Ein Abwehrspieler verhindert durch ein Handspiel ein Tor. Da aber ein Angreifer den zurückprallenden Ball nur noch ins leere Tor treten muss, entscheidet der Schiedsrichter auf Vorteil. Der Stürmer bringt das Kunststück fertig und drischt das Leder neben das Tor. Welche persönliche Strafe ist erforderlich?

  • Feldverweis
  • Verwarnung
  • Keine

27. Ein Strafstoß wird ins Tor geschossen, obwohl der Schiedsrichter noch nicht gepfiffen hat. Spielfortsetzung?

  • Wiederholung des Strafstoßes
  • Tor und Anstoß

28. Ein Strafstoß wird getreten, bevor der Schiedsrichter gepfiffen hat. Der Ball wird vom Torwart zur Ecke abgewehrt. Spielfortsetzung?

  • Wiederholung des Strafstoßes
  • Eckstoß

29. Nach einem regelwidrig ausgeführten Einwurf gelangt der Ball zu einem Angreifer, dem sich eine Torchance eröffnet. Spielfortsetzung?

  • Wiederholung des Einwurfes
  • Weiterspielen

30. Beim Einwurf versucht ein Spieler seinen Gegner regelwidrig am Einwurf zu hindern. Der Ball wird trotzdem eingeworfen und gelangt zu einem freistehenden Mitspieler des Einwerfenden. Spielfortsetzug?

  • Weiterspielen (Vorteil)
  • Wiederholung des Einwurfes

31. Bei einem Abstoß haben die Angreifer den Strafraum noch nicht verlassen, als das Leder zu einem Mitspieler des abstoßenden Spielers im Mittelfeld getreten wird. Spielfortsetzung?

  • Weiterspielen
  • Wiederholung des Abstoßes

32. Beim Abstoß wird der Ball einem Mitspieler an der Strafraumlinie zugespielt. Als dieser von zwei gegnerischen Spielern bedrängt wird, lässt er sich innerhalb des Strafraumes auf einen Kampf um den Ball ein, den er verliert. Der Gegner erzielt ein Tor.

  • Tor und Anstoß
  • Indirekter Freistoß
  • Wiederholung des Abstoßes

Lösung

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4. Eine letzte Frage noch ...

Muss der Schiedsrichter es eigentlich grundsätzlich anzeigen, wenn er das Spiel unter Anwendung der Vorteilsbestimmung weiterlaufen lässt?

  • Ja, dies ist zwingend erforderlich
  • Nein, dies ist nicht erforderlich

Lösung

Mit dieser letzten Frage ist der kleine »Kurs« zur Vorteilsbestimmung abgeschlossen. Wir hoffen, dass er Ihnen Spaß gemacht hat und Sie zumindest etwas für Ihre künftigen Spielleitungen mitnehmen können.