Fußballregeln - 2016/2017

Regel 12 - Fouls und unsportliches Betragen


Direkte und indirekte Freistöße sowie Strafstöße werden ausschließlich für Vergehen und Verstöße bei laufendem Spiel gegeben.

1. Direkter Freistoß

Ein direkter Freistoß wird gegeben, wenn der Spieler eines der folgenden Vergehen nach Einschätzung des Schiedsrichters gegenüber einem Gegner fahrlässig, rücksichtslos oder brutal begeht:

  • Rempeln
  • Anspringen
  • Treten oder versuchtes Treten
  • Stoßen
  • Schlagen oder versuchtes Schlagen (einschließlich Kopfstößen)
  • Tackling mit dem Fuß (Tackling) oder Angriff mit einem anderen Körperteil Beinstellen oder versuchtes Beinstellen

Ein Vergehen mit Körperkontakt wird mit einem direkten Freistoß oder Strafstoß geahndet.

  • »Fahrlässigkeit« liegt vor, wenn ein Spieler unachtsam, unbesonnen oder unvorsichtig in einen Zweikampf geht. Es ist keine Disziplinarmaßnahme erforderlich.
  • »Rücksichtslosigkeit« liegt vor, wenn ein Spieler ohne Rücksicht auf die Gefahr oder die Folgen für einen Gegner handelt. Ein solcher Spieler muss verwarnt werden.
  • »Brutales Spiel« liegt vor, wenn ein Spieler übertrieben hart vorgeht und die Sicherheit eines Gegners gefährdet. Ein solcher Spieler muss des Feldes verwiesen werden.

Ein direkter Freistoß wird gegeben, wenn ein Spieler eines der folgenden Vergehen begeht:

  • Absichtliches Handspiel (gilt nicht für den Torhüter im eigenen Strafraum)
  • Halten des Gegners
  • Sperren des Gegners mit Körperkontakt
  • Anspucken des Gegners

Siehe auch Vergehen unter Regel 3

Handspiel

Ein Handspiel liegt vor, wenn ein Spieler den Ball absichtlich mit der Hand oder dem Arm berührt.

Folgendes ist zu berücksichtigen:

  • die Bewegung der Hand zum Ball (nicht des Balls zur Hand),
  • die Entfernung zwischen Gegner und Ball (unerwarteter Ball),
  • die Position der Hand (das Berühren des Balls an sich ist noch kein Vergehen),
  • das Berühren des Balls mit einem Gegenstand in der Hand des Spielers (Kleidung, Schienbeinschoner usw.) ist ein Vergehen,
  • das Treffen des Balls durch einen geworfenen Gegenstand (Schuh, Schienbeinschoner usw.) ist ein Vergehen.

Für den Torhüter gelten beim Handspiel außerhalb des Strafraums die gleichen Regeln wie für alle übrigen Spieler. Innerhalb des Strafraums kann der Torhüter für kein Handspiel, das mit einem direkten Freistoß oder einer entsprechenden Strafe geahndet wird, bestraft werden, sondern nur für ein Handspiel, das einen indirekten Freistoß zur Folge hat.


2. Indirekter Freistoß

Ein indirekter Freistoß wird gegeben, wenn ein Spieler:

  • gefährlich spielt,
  • den Lauf eines Gegners behindert, ohne dass es zu einem Kontakt kommt,
  • den Torhüter daran hindert, den Ball aus den Händen freizugeben, oder gegen den Ball tritt oder zu treten versucht, während der Torhüter den Ball aus den Händen freigibt,
  • ein anderes Vergehen begeht, das nicht in den Spielregeln erwähnt wird und für das das Spiel unterbrochen wird, damit der fehlbare Spieler verwarnt oder des Feldes verwiesen werden kann.

Ein indirekter Freistoß wird gegeben, wenn ein Torhüter innerhalb des Strafraums eines der folgenden Vergehen begeht:

  • Er den Ball mehr als sechs Sekunden lang in den Händen kontrolliert, bevor er ihn freigibt.
  • Er berührt den Ball mit den Händen nach:
  • der Freigabe und vor der Berührung durch einen anderen Spieler,
  • einem absichtlichen Rückpass eines Mitspielers zum Torhüter,
  • einem direkt zugespielten Einwurf eines Mitspielers.

Der Torhüter kontrolliert den Ball in den Händen, wenn er

  • den Ball mit beiden Händen festhält oder ihn mit einer Hand gegen eine Oberfläche hält (z. B. am Boden, gegen den eigenen Körper) oder mit einem Teil der Hand oder des Arms berührt, es sei denn, der Ball springt versehentlich vom Torhüter ab oder der Torhüter hat den Ball abgewehrt,
  • den Ball in der ausgestreckten, offenen Hand hält,
  • den Ball auf den Boden prellt oder diesen in die Luft wirft.

Ein Torhüter darf nicht von einem Gegner angegriffen werden, wenn er den Ball mit den Händen kontrolliert.

Gefährliches Spiel

Als gefährliches Spiel gilt jede Aktion beim Versuch, den Ball zu spielen, durch die jemand verletzt werden könnte (einschließlich des Spielers selbst), und schließt eine Aktion ein, durch die ein nahestehender Gegner aus Angst vor einer Verletzung am Spielen des Balls gehindert wird.

Ein Fallrückzieher oder Scherenschlag ist erlaubt, sofern dadurch kein Gegner gefährdet wird.

Behindern des Gegners ohne Kontakt

Behindern des Gegners liegt vor, wenn sich ein Spieler in den Weg eines Gegners stellt und ihn dadurch auflaufen lässt oder zum Abbremsen oder zu einer Richtungsänderung zwingt, wobei sich der Ball für beide Spieler außer Reichweite befindet.

Jeder Spieler darf seine Position auf dem Feld selbst bestimmen. Er darf dem Gegner zwar im Weg stehen, ihm jedoch nicht in den Weg treten.

Ein Spieler darf den Ball abschirmen, indem er sich zwischen Gegner und Ball stellt, wenn der Ball in spielbarer Distanz ist und der Gegner nicht mit den Armen oder dem Körper abgedrängt wird. Befindet sich der Ball in spielbarer Distanz, darf der Spieler vom Gegner regelkonform angegriffen werden.


3. Disziplinarmaßnahmen

Der Schiedsrichter darf vom Betreten des Spielfelds für die Spielfeldkontrolle bis zum Verlassen des Spielfelds nach dem Spiel (einschließlich des Elfmeterschießens) Disziplinarmaßnahmen ergreifen.

Wenn ein Spieler vor Betreten des Spielfelds zwecks Spielbeginn ein feldverweiswürdiges Vergehen begeht, darf ihn der Schiedsrichter vom Spiel ausschließen (siehe Regel 3.6). Der Schiedsrichter meldet jegliches sonstige Fehlverhalten.

Ein Spieler, der auf oder abseits des Spielfelds gegenüber einem Gegner, Mitspieler, Spieloffiziellen oder einer sonstigen Person ein verwarnungs- oder feldverweiswürdiges Vergehen begeht oder gegen die Spielregeln verstößt, wird entsprechend dem Vergehen bestraft.

Die gelbe Karte zeigt eine Verwarnung, die rote Karte einen Feldverweis an.

Rote und gelbe Karten können nur Spielern, Auswechselspielern oder ausgewechselten Spielern gezeigt werden.

Verzögerung der Spielfortsetzung wegen gelber oder roter Karte

Beschließt der Schiedsrichter, einen Spieler zu verwarnen oder des Feldes zu verweisen, wird das Spiel erst nach Zeigen der Karte fortgesetzt.

Vorteil

Wenn der Schiedsrichter bei einem verwarnungs-/feldverweiswürdigen Vergehen auf Vorteil entscheidet, muss die fällige Verwarnung/der fällige Feldverweis bei der nächsten Spielunterbrechung ausgesprochen werden. Versuchte ein Spieler, eine offensichtliche Torchance zu verhindern, und wurde dennoch ein Tor erzielt, so wird der Spieler nur wegen unsportlichen Betragens verwarnt.

Bei grobem Foulspiel, einer Tätlichkeit oder einem zweiten verwarnungswürdigen Vergehen sollte nicht auf Vorteil entschieden werden, es sei denn, es ergibt sich eine klare Torchance. Der Schiedsrichter muss den Spieler des Feldes verweisen, wenn der Ball das nächste Mal aus dem Spiel ist. Wenn der Spieler den Ball während des Vorteils jedoch spielt oder einen Gegner angreift/beeinflusst, unterbricht der Schiedsrichter das Spiel, verweist den Spieler des Feldes und setzt das Spiel mit einem indirekten Freistoß fort.

Wenn ein Verteidiger einen Angreifer außerhalb des Strafraums zu halten beginnt und ihn bis in den Strafraum weiter festhält, entscheidet der Schiedsrichter auf Strafstoß.

Verwarnungswürdige Vergehen

Ein Spieler wird verwarnt bei:

  • Verzögerung der Wiederaufnahme des Spiels,
  • Protestieren durch Worte oder Handlungen,
  • Betreten, Wiederbetreten oder absichtliches Verlassen des Spielfelds ohne die Erlaubnis des Schiedsrichters,
  • Missachten des vorgeschriebenen Abstands bei Eckstoß, Freistoß oder Einwurf,
  • wiederholtem Verstoßen gegen die Spielregeln (»wiederholt« ist nicht durch eine bestimmte Zahl oder ein bestimmtes Muster von Verstößen definiert),
  • unsportlichem Betragen.

Ein Auswechselspieler oder ausgewechselter Spieler wird verwarnt bei:

  • Verzögerung der Wiederaufnahme des Spiels,
  • Protestieren durch Worte oder Handlungen,
  • Betreten oder Wiederbetreten des Spielfelds ohne die Erlaubnis des Schiedsrichters,
  • unsportlichem Betragen.

Verwarnung für unsportliches Betragen

Ein Spieler ist wegen unsportlichen Betragens zu verwarnen, wenn er

  • versucht, den Schiedsrichter z. B. durch das Vortäuschen einer Verletzung oder eines Fouls (Schwalbe) zu täuschen (Simulieren),
  • während des Spiels oder ohne die Erlaubnis des Schiedsrichters seinen Platz mit dem Torhüter tauscht,
  • ein rücksichtsloses Vergehen begeht, das mit einem direkten Freistoß geahndet wird,
  • ein Foulspiel oder ein Handspiel begeht, um einen aussichtsreichen Angriff zu verhindern oder diesen zu unterbinden,
  • ein Handspiel begeht, um ein Tor zu erzielen (egal ob erfolgreich oder nicht), oder erfolglos versucht, ein Tor zu verhindern,
  • auf dem Spielfeld unerlaubte Markierungen anbringt,
  • beim Verlassen des Spielfelds den Ball spielt, nachdem er die Erlaubnis erhalten hat, das Spielfeld zu verlassen,
  • sich gegenüber dem Spiel respektlos verhält,
  • absichtlich einen Trick nutzt (auch bei einem Freistoß), um den Ball mit dem Kopf, der Brust, dem Knie etc. zum Torhüter zu passen und so die Rückpassregel zu umgehen, egal ob der Torhüter den Ball mit den Händen berührt oder nicht,
  • einen Gegner während des Spiels oder einer Spielfortsetzung verbal ablenkt.

Torjubel

Spieler dürfen nach einem Tor jubeln, solange sie es nicht übertreiben. «Choreografierte» Jubelszenen werden aber nicht gefördert und dürfen zu keiner übermäßigen Zeitverzögerung führen.

Das Verlassen des Spielfelds beim Torjubel ist an sich noch kein verwarnungswürdiges Vergehen. Die Spieler sind gehalten, so rasch wie möglich zurückzukehren.

Ein Spieler wird verwarnt, wenn er:

  • an einem Zaun hochklettert,
  • mit provozierenden, höhnischen oder aufhetzenden Gesten jubelt,
  • den Kopf oder das Gesicht mit einer Maske oder Ähnlichem bedeckt,
  • das Hemd auszieht oder den Kopf mit dem Hemd bedeckt.

Verzögerung der Spielfortsetzung

Der Schiedsrichter verwarnt jeden Spieler, der die Spielfortsetzung verzögert, indem er

  • sich anschickt, einen Einwurf auszuführen, diesen dann aber plötzlich einem Mitspieler überlässt,
  • bei seiner Auswechslung das Spielfeld absichtlich langsam verlässt,
  • eine Spielfortsetzung übermäßig verzögert,
  • den Ball wegträgt oder wegschießt oder eine Auseinandersetzung provoziert, indem er den Ball absichtlich berührt, nachdem der Schiedsrichter das Spiel unterbrochen hat,
  • einen Freistoß von der falschen Position ausführt, um eine Wiederholung zu erzwingen.

Feldverweiswürdige Vergehen

Spieler, Auswechselspieler oder ausgewechselte Spieler, die eines der folgenden Vergehen begehen, werden des Feldes verwiesen:

  • Verhindern eines Tors oder Vereiteln einer offensichtlichen Torchance des Gegners durch absichtliches Handspiel (mit Ausnahme des Torhüters im eigenen Strafraum)
  • Vereiteln einer offensichtlichen Torchance für einen auf das gegnerische Tor zulaufenden Gegner durch ein Vergehen, das mit einem Freistoß zu ahnden ist (ausgenommen sind die nachfolgenden Regelungen)
  • grobes Foulspiel
  • Anspucken eines Gegners oder einer anderen Person
  • Tätlichkeit
  • anstößige, beleidigende oder schmähende Äußerungen und/oder Gesten
  • zweite Verwarnung im selben Spiel

Ein Spieler, Auswechselspieler oder ausgewechselter Spieler, der des Feldes verwiesen wird, muss die Umgebung des Spielfelds und die technische Zone verlassen.

Verhindern eines Tors oder Vereiteln einer offensichtlichen Torchance

Wenn ein Spieler ein Tor oder eine offensichtliche Torchance der gegnerischen Mannschaft durch ein absichtliches Handspiel vereitelt, wird er unabhängig vom Ort des Vergehens des Feldes verwiesen.

Wenn ein Spieler mit einem Vergehen gegen einen Gegner im eigenen Strafraum eine offensichtliche Torchance vereitelt und der Schiedsrichter einen Strafstoß gibt, wird der Spieler verwarnt, es sei denn,

  • das Vergehen ist Halten, Ziehen oder Stoßen oder
  • der fehlbare Spieler versuchte nicht, den Ball zu spielen, oder hatte keine Möglichkeit, den Ball zu spielen, oder
  • das Vergehen muss mit einem Feldverweis geahndet werden, ungeachtet des Orts des Vergehens (z. B. grobes Foulspiel, Tätlichkeit etc.).

In all diesen Fällen wird der Spieler des Feldes verwiesen.

Folgendes muss berücksichtigt werden:

  • Distanz zwischen Vergehen und Tor
  • allgemeine Richtung des Spiels
  • Wahrscheinlichkeit, in Ballbesitz zu bleiben oder zu kommen
  • Position und Anzahl Verteidiger

Grobes Foulspiel

Tacklings oder Angriffe, die eine Gefahr für den Gegner darstellen oder übermäßig hart oder brutal ausgeführt werden, sind als grobes Foul zu ahnden.

Ein Spieler, der im Kampf um den Ball von vorne, von der Seite oder von hinten mit einem oder beiden Beinen in einen Gegner übermäßig hart hineinspringt oder die Gesundheit des Gegners gefährdet, begeht ein grobes Foul.

Tätlichkeit

Eine Tätlichkeit liegt vor, wenn ein Spieler ohne Kampf um den Ball übermäßige Härte oder Brutalität gegen einen Gegner, Mitspieler, Teamoffiziellen, Spieloffiziellen, Zuschauer oder eine sonstige Person einsetzt oder einzusetzen versucht. Dies gilt unabhängig davon, ob ein Kontakt erfolgt ist.

Ein Spieler, der ohne Kampf um den Ball einem Gegner oder einer anderen Person absichtlich mit der Hand oder dem Arm an den Kopf oder ins Gesicht schlägt, begeht eine Tätlichkeit, es sei denn, die eingesetzte Kraft war vernachlässigbar.

Vergehen durch Werfen von Gegenständen (inkl. Ball)

Wirft ein Spieler, Auswechselspieler oder ausgewechselter Spieler bei laufendem Spiel einen Gegenstand (einschließlich des Balls) auf einen Gegner oder eine andere Person, unterbricht der Schiedsrichter das Spiel, wenn das Vergehen:

  • rücksichtslos war – Verwarnung für den Täter wegen unsportlichen Betragens
  • übermäßig hart war – Feldverweis für den Täter wegen einer Tätlichkeit

4. Spielfortsetzung nach Fouls und Vergehen

  • Wenn der Ball aus dem Spiel ist, wird das Spiel gemäß der vorangegangenen Entscheidung fortgesetzt.
  • Bei laufendem Spiel und einem Vergehen eines Spielers innerhalb des Spielfelds gegen:
  • einen Gegner – indirekter oder direkter Freistoß oder Strafstoß
  • einen Mitspieler, Auswechselspieler, ausgewechselten Spieler, Teamoffiziellen oder Spieloffiziellen – direkter Freistoß oder Strafstoß
  • eine sonstige Person – Schiedsrichterball
  • Bei laufendem Spiel und einem Vergehen eines Spielers außerhalb des Spielfelds:
  • Falls der Spieler das Spielfeld bereits verlassen hat, wird das Spiel mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt.
  • Falls der Spieler das Spielfeld für das Vergehen verlässt, wird das Spiel mit einem indirekten Freistoß an der Stelle fortgesetzt, an der sich der Ball zum Zeitpunkt der Spielunterbrechung befand. Wenn ein Spieler das Spielfeld jedoch im Rahmen des Spielzugs verlässt und ein Vergehen gegen einen anderen Spieler begeht, wird das Spiel mit einem Freistoß am Ort auf der Begrenzungslinie fortgesetzt, der dem Ort des Vergehens am nächsten liegt. Bei Vergehen, die mit einem direkten Freistoß geahndet werden, gibt es einen Strafstoß, wenn der Spieler das Vergehen hinter der Torlinie im Bereich des eigenen Strafraums begeht.
  • Wirft ein Spieler auf oder abseits des Spielfelds einen Gegenstand auf einen Gegner auf dem Spielfeld, wird das Spiel mit einem direkten Freistoß oder einem Strafstoß an der Stelle fortgesetzt, an der der Gegenstand den Gegner getroffen hat oder hätte treffen sollen.
  • Das Spiel wird mit einem indirekten Freistoß fortgesetzt, wenn
  • ein Spieler auf dem Spielfeld einen Gegenstand auf eine Person außerhalb des Spielfelds wirft,
  • ein Auswechselspieler oder ein ausgewechselter Spieler einen Gegenstand auf einen Gegner auf dem Spielfeld wirft.

Zusätzliche Erläuterungen des DFB


  • Jeder Spieler, der den Schiedsrichter angreift oder beleidigt, wird des Feldes verwiesen.
  • Jeder Spieler, der gegen eine Schiedsrichter-Entscheidung protestiert, wird verwarnt.
  • Wenn ein Spieler der verteidigenden Mannschaft wegen Tretens oder Schlagens eines Gegners innerhalb des Strafraumes vom Spielfeld gewiesen wird, muss der Schiedsrichter außerdem noch einen Strafstoß verhängen, wenn sich der Ball im Spiel befand.
  • Das Anspucken eines Spielers und der Versuch sind gleich (direkter Freistoß, Feldverweis) zu bestrafen.
  • Wird ein bereits verwarnter Spieler während eines Spieles in Folge einer zweiten Verwarnung des Feldes verwiesen, muss der Schiedsrichter ihm zuerst die Gelbe Karte und unmittelbar danach die Rote Karte zeigen. (Damit soll deutlich signalisiert werden, dass der Feldverweis aufgrund des zweiten verwarnungswürdigen Verstoßes und nicht etwa aufgrund eines Verstoßes, der einen sofortigen Ausschluss zur Folge gehabt hätte, ausgesprochen wurde.)
  • Wenn ein Schiedsrichter im Begriff ist, einen Spieler zu verwarnen, und dieser Spieler, ehe die Verwarnung ausgesprochen ist, einen weiteren Verstoß begeht, der eine Verwarnung nach sich zieht, so muss der Spieler mit »Gelb/ Rot« des Feldes verwiesen werden (zunächst »Gelb«, dann »Gelb/Rot«).
  • Situationen, in welchen der Ball von einem Mannschaftskollegen mit dem Fuß zwar nicht direkt in Richtung des Torhüters, jedoch absichtlich so gespielt wird (beispielsweise neben das Tor), dass der Torhüter den Ball annehmen kann, sind im Sinne dieser Regel als absichtliche Rückpässe an den Torhüter zu werten. Berührt der Torwart in solchen Fällen den Ball mit den Händen, ist ein indirekter Freistoß zu verhängen. Ein indirekter Freistoß ist auch dann zu verhängen, wenn ein Mitspieler des Torhüters den Ball mit dem Fuß absichtlich stoppt und der Torhüter diesen Ball mit der Hand berührt.