Torraub !

Schiri sieht „Rot” und zeigt „Gelb”

Bei Jugendspielen müssen die besten Schiedsrichter eingesetzt werden, lautet eine häufig erhobene Forderung. Wenn man die nachstehende Story liest, muss man sich fragen, ob die Realität nicht ganz anders aussieht:

In einem Meisterschaftsspiel der C-Junioren will ein Stürmer den Ball ins leere Tor treten; der Torwart verhindert das jedoch, indem er mit beiden Armen die Beine des Angreifers umklammert. Ein klarer Fall von Torraub ! Der Schiedsrichter sieht ROT und pfeift sofort. Doch er zeigt dem Torhüter nur die GELBE KARTE und verhängt statt des erwartenden Strafstoßes einen indirekten Freistoß. Und um das Maß voll zu machen, verwarnt er auch noch den Stürmer !

Der Betreuer der benachteiligten Schülermannschaft ist empört. Er hatte einen „Elfmeter” erwartet und forderte zudem lauthals eine rote Karte für den Übeltäter. Besonders ärgerlich über diese unverständliche Entscheidung der „Pfeife” ist er auch deshalb, weil er wenige Minuten zuvor offensichtlich mit der Einwechslung des einschussbereiten Stürmers ein „glückliches Händchen” bewiesen hatte. Und schon bei diesen Spieleraustausch machte der Schiri eine äußerst unglückliche Figur:

Weil der Spielleiter sich konstant in der Nähe der gegenüberliegenden Seitenlinie aufhielt und auch er auf mehrfache Zurufe von der Trainerbank nicht reagierte, übernahm der Betreuer die Initiative zum Spieleraustausch: „Hans komm 'raus, Fritz geh 'rein!” befahl er. Der weit entfernte Schiri bekam davon nichts mit.

Genau dieser Fritz - sein „Markenzeichen” übrigens ein leuchtend roter Haarschopf - hatte die gesamte gegnerische Abwehr einschließlich des Torwarts ausgespielt. Ein Erfolg war ihm (siehe oben) nicht vergönnt ...

Welche Maßnahmen gegen den Schiedsrichter schlagen Sie vor ? (Mehrfachlösungen möglich)

a. Sperre wegen Betrugs

b. Anordnung einer regeltechnischen Nachschulung

c. Keine Ansetzung mehr für Juniorenspiele

d. Empfehlung, am Lauftraining der Schiedsrichter teilzunehmen