1. April ???

Wahr oder Ente ?

Von den Schiedsrichtern erwartet man von Bundesliga bis hin zur (letzten) Kreisklasse fehlerfreie Leistungen. Dass sich die Spielleiter in den unteren Klassen nicht immer weit von dem Spielniveau der Akteure abheben können, wird leicht übersehen. Und was bei aller Kritik an der Schiedsrichtergilde oft vergessen wird: Es können keine besseren Spielleiter gestellt werden als die oft Unzufriedenen, nämlich die Vereine, an Schiedsrichter-Aspiranten melden ! Bei den drei nachfolgenden Storys gilt es zu raten, ob sie wirklich passiert sind. Damit stellt sich zugleich die Frage, ob die Vereine der Schiedsrichter-Gilde die „richtigen Leute” für dieses schwierige Ehrenamt benannt haben.


1. Handschuhe vergessen - Spielabbruch

Im nordwestlichsten Teil Niedersachsen brach ein Schiedsrichter ein Fußballspiel ab. Seine Begründung: „Ick haar koal Handn.” (Übersetzung für die Hochdeutschen: „Ich hatte kalte Hände.”)


2. Kann denn Küssen Sünde sein? - Schiedsrichter zog Rot !

Südlich von Ostfriesland überquerte der Ball gerade dort die Seitenlinie, wo eine junge Dame dem Spiel zuschaute. Was lag für den einwerfenden Spieler näher, als das Notwendige mit dem Angenehmen zu verbinden: Er holte das Leder zurück und drückte im Vorbeigehen der Dame einen Kuss auf die Wange.

Der Schiedsrichter glaubte seinen Augen nicht zu trauen. In Erfüllung seines Dienstes schritt er zur Tat. Eine rote Karte war die Quittung für die nette Geste!

Was der Schiri nicht wusste: Bei der jungen Damen handelte es sich um die Freundin des Spielers.


3. Mit dem Fahrrad durch den Strafraum

Zu einer Zeit, als das Torverhältnis bei Punktgleichheit noch den Ausschlag gab, benötigte eine A-Juniorenmannschaft zur Meisterschaft einen Sieg mit 20 Toren Differenz. Das Match endete 24:1 ! Dieses Ergebnis wurde ermöglicht, weil die gegnerische Mannschaft während des Spiels ständig mit Bier versorgt wurde. Der Torwart verließ zum „Tanken” sein Gehäuse und kurvte schließlich in gehobener Stimmung mit dem Fahrrad durch den Strafraum. Der „Vereinsschiedsrichter” griff nicht ein.

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