Das Sportgericht muss entscheiden:

Pinkelpause oder Torerfolg ?

In der Krummhörn, auf der Deutschlandkarte am äußersten nordwestlichen Zipfel zu finden, geschah es vor einigen Jahren, dass der Schiedsrichter das Spiel Mitte der 2. Halbzeit ohne ersichtlichen Grund mit einem kräftigen Pfiff unterbrach. Der Schiri eilte zur Tribüne, bahnte sich eilends einen Weg durch die Zuschauer und verschwand für kurze Zeit in den Büschen. Wenig später setzte er das Spiel zur vollen Zufriedenheit der Zuschauer fort. Er hatte zudem die Lacher auf seiner Seite.

In die Kritik dagegen geriet jetzt ein norwegischer Kollege, der weniger Verständnis für menschliche Bedürfnisse aufbrachte: In der Tagespresse war zu lesen, dass die Pinkelpause eines Torhüters ein Pokalspiel entschied: Vor dem Anpfiff zur 2. Halbzeit der Verlängerung kam der Torwart einem dringenden menschlichen Bedürfnis nach, wozu er das Spielfeld kurz verließ (wer pinkelt schon gern ins eigene Nest, pardon: Netz). Der Referee pfiff das Spiel trotzdem an, und der Gegner nutzte die kurzfristige Abwesenheit des Torhüters mit einem Direktschuß zum spielentscheidenden 1:0. Die unterlegene Mannschaft verlangt vom norwegischen Fußballverband eine Neuansetzung des Spieles.

  • Der Protest wird mit Sicherheit abgewiesen.
  • Der Verband wird eine Wiederholung des Spieles anordnen.

Weiterführende Links

Fußballregeln