In der Krummhörn (Ostfriesland) erfunden:

Eine neue(?) Abseitsfalle

In dem Örtchen Visquard in der ostfriesischen Krummhörn ist der Begriff „Fußball” unzertrennbar mit dem Namen der Familie Eeten verbunden. Diese Familie schaffte es sogar, eine komplette Fußballelf zu stellen.

In den 50- und 60-iger Jahren betreute Harm Eeten mit großer Gelassenheit die 1. Mannschaft des RSV Visquard, die damals zu den besten Teams des Kreises Norden zählte. Wesentlich temperamentvoller waren seine Söhne, die als Leistungsträger zu den Erfolgen der Krummhörner beitrugen. Einer von ihnen hatte nicht nur wegen seines roten Haarschopfes einen „hellen” Kopf: Er erfand als Abwehrspieler eine neue Form der Abseitsfalle: Bevor der Ball einem gegnerischen Stürmer zugespielt wurde, verließ er blitzschnell über die Torlinie das Spielfeld. Er bewirkte damit seiner Meinung nach, dass der Angreifer im Moment des Zuspiels nur noch den Torwart vor sich hatte und somit im Abseits stand.

Nachdem der Schiedsrichter diesen Trick zweimal ignorierte und ein dritter Versuch beinahe ins Auge gegangen wäre, denn der Angreifer verfehlte das Tor nur knapp, fragte Eeten jun. den Spielleiter, indem er mit den Finger auf sich zeigte. „Süchst Du dat denn heene ?”  („Siehst Du das denn gar nicht?”)

Wissen Sie, wie der (regelkundige) Schiedsrichter damals reagierte ?

  • Er verwarnte den Spieler wegen der Kritik an seinen Entscheidungen.
  • Er entschuldigte sich, weil er Trick nicht durchschaut hatte.
  • Er erwiderte: „Dat dürst Du ne!”  („Das ist nicht erlaubt!”)

Weiterführende Links

Fußballregeln

Regel 11: Abseits

Regelfragen

Passives Abseits für Kloppos
(Das Passive Abseits in 14 animierten Spielszenen)

Lehrarbeit

Vorschlag zur Behandlung der Regel 11 in der Lehrarbeit