Das Psychospiel: Beeinflussungen erkennen und abwehren

Lösungen

1. b. - Dieser Versuch, den Spielleiter positiv zu stimmen, wurde von einem Vereinsvertreter in einer norddeutschen Küstenstadt immer wieder angewandt. Übrigens: Der Obmann wusste nicht von den Grüßen. Wenn der Schiedsrichter sich freut ist er bereits manipuliert.

2. c. - Wie aktive Schiedsrichter berichten, ist dieser Trick immer noch der gängigste Versuch, den Spielleiter positiv zu stimmen. Allerdings: Es fällt kaum noch ein Schiedsrichter darauf herein.

3. a. - Hier handelt es sich um ein durchaus angemessenes Zeichen von Gastfreundschaft. Ein Schiedsrichter, der hier eine Beeinflussung vermutet, denkt zu engstirnig.

4. c. - Da es sich um die Erstattung von Auslagen handelt und nicht um Geld, das noch „verdient” werden muss, spricht nichts gegen eine vorzeitige Abrechnung.

5. c. - Die Mannschaft erhofft sich von ihrem „disziplinierten Verhalten” in der Kabine einen Vorteil auf dem Spielfeld.

6. c. - Ohne etwas zu sagen, wird der langanhaltende Blick den vorlauten Spieler verunsichern. Und auch seine Mannschaftskameraden sind sich nicht sicher, ob Auswirkungen auf das Spiel zu befürchten sind. 1:0 für den Spielleiter (der natürlich nicht nachtragend ist).

7. b. - Der Schiedsrichter darf im Vorfeld eines Spieles auf keinen Fall Ratschläge zur Spielleitung „über sich ergehen lassen”. Auch wenn er seine „Pappenheimer” ohnehin kennt, sollte er voreingenommen in jedes Spiel gehen.

8. c. - Die protestierenden Spieler rechnen mit Sicherheit nicht damit, dass der Schiedsrichter seine Entscheidung zurücknimmt. Sie wollen den Spielleiter also nicht umstimmen, sondern zu ihren Gunsten „einstimmen”.

9. a. - Mit dem Klatschen soll die Autorität des Schiedsrichters untergraben werden. Eine persönliche Strafe ist zwingend erforderlich

10. a. - Es ist das gute Recht des Mannschaftsführers, sich bei unklaren Situationen beim Spielleiter nach dem Grund seiner Entscheidung zu erkundigen.

11. a. - Korrektes Verhalten des Vereinsvorsitzenden. Hätte dieser den Schiedsrichter ignoriert, hätte der Spielleiter das zu Recht als unfreundlich empfunden.

12. a. - Der Schiedsrichter merkt natürlich, dass das Lob nicht aufrichtig gemeint ist und wimmelt den Spieler ab. Eine gelbe Karte könnte der Schiedsrichter nur bei einer nachgewiesenen Unsportlichkeit zeigen.

13. c. - Eine solch „enge Freundschaft” lässt Gegner und Zuschauer an der Neutralität des Schiedsrichters zweifeln. Sich mit einer Körperdrehung zu „befreien”, ist eine geschickte Reaktion des Spielleiters.

14. c. - Der Schiedsrichter wird in seiner Situation über diese nicht aufrichtig gemeinte Unterstützung nicht traurig sein. Es besteht jedoch die Gefahr der Beeinflussung durch das „Hinterstübchen”, wie die Erfahrung des Spielers zeigt. Also einen klaren Kopf behalten! Denn mit der Freude kann die Objektivität verloren gehen.

15. b. - Der Spielleiter soll sich wie ein Bundesligaschiedsrichter verhalten: Ihre Stärke ist nämlich, dass sie sich auch durch 50.000 wütende Zuschauer nicht im Geringsten beeinflussen lassen. Übrigens: Der Schiedsrichter, der während des Spiels über seine Spielleitung nachdenkt, ist nicht bei der Sache und begeht Fehler.

16. b. - Ein solcher Dank ist üblich. Misstrauen wäre total unangebracht.

17. a. - Wenn der Mannschaftsführer der Verlierer sich nach dem Spiel beim Spielleiter bedankt, respektiert er die korrekte Spielleitung.

18. c. - Ein Schiedsrichter soll nicht nachtragend sein. Die Entschuldigung erleichtert dem Spielleiter ein solches Verhalten. Aber in der Beurteilung des Vorfalls muss er „knallhart” bleiben.
Es gab leider hin und wieder Fälle, in denen sich die Schiedsrichter als zu „gutherzig” erwiesen und den Platzverweis im Spielbericht „unter den Tisch” fallen ließen. Diese Schiedsrichter liefen alle in ein „offenes Messer” und wurden mit langen Sperren belegt.

19. c. - Der Schiedsrichter hat das grobe Foulspiel neutral bewertet, ohne selbst getroffen oder betroffen zu sein. Eine Entschuldigung wäre gegebenenfalls beim gegnerischen Spieler angebracht. Sein Bericht wird deshalb nur den Feldverweis begründen.

20. c. - Diese gastfreundliche Einladung ist in höheren Klassen üblich und kein Grund zu einer „längerfristigen Dankbarkeit”.

21. c. - Diese gastfreundliche Einladung ist auch vor Spielbeginn in höheren Klassen üblich und kein Grund zu einer „längerfristigen Dankbarkeit”.

22. c. - Dieser Manager war wirklich ein Schlitzohr: Er setzte darauf, dass der Schiedsrichter bei künftigen Spielleitungen dem Verein gewogen ist.