Tutto italiano - Der Pizza-Test für Schiedsrichter

Teil 3: Pizza diavolo

Lösungen

1. a. - Der Auswechselvorgang war noch nicht vollzogen, da der Einwechselspieler das Spielfeld noch nicht betreten hatte.

2. b. - Da der gefoulte Spieler nicht zum Spiel gehört, kann es wegen der Unsportlichkeit nur einen indirekten Freistoß geben. Dieser wird dort ausgeführt, wo sich der Ball bei der Spielunterbrechung befindet.

3. a. - Anders als in Italien ist dem Schiedsrichter nicht vorgeschrieben, das Spiel zu unterbrechen beziehungsweise abzubrechen, wenn die Zahl der Spieler die Zahl 7 unterschreitet.

4. c. - Das unsportliche Verhalten eines Funktionärs muss schon außerordentlich eklatant sein, damit der Spielleiter sich genötigt sieht, das Spiel deshalb zu unterbrechen. In nahezu allen Fällen ist es geraten, die nächste Spielunterbrechung abzuwarten. Geschickt ist es, den Mannschaftsführer als Überbringer der Disziplinarstrafe einzuschalten.

5. b. - In den Durchführungsbestimmungen zum jeweiligen Wettbewerb ist in der Regel geklärt, welcher Assistent des Schiedsrichters die Spielleitung übernimmt. Wenn keine Schiedsrichterassistenten angesetzt sind, ist es zumindest in Niedersachsen so, dass sich die beiden Teams auf einen Schiedsrichter einigen müssen.

6. a. - Bei schweren Verletzungen muss der Schiedsrichter das Spiel sofort unterbrechen. Da kein Verschulden des Gegners vorliegt, kann die Spielfortsetzung nur Schiedsrichterball lauten. Nach der Behandlung muss der Spieler das Spielfeld (zunächst) verlassen.

7. c. - In Italien wäre Antwort a. richtig gewesen. Befindet sich ein Spieler zumindest zum Teil mit dem Kopf, dem Körper oder den Füßen in der gegnerischen Hälfte, liegt in Italien eine Abseitsstellung vor. Lediglich die Arme dürfen in die gegnerische Hälfte ragen, ohne dass es zu einer Abseitsstellung kommt. In Deutschland wird hingegen nur auf die Füße geschaut. Solange sich diese noch auf der Mittellinie befinden, liegt keine Abseitsstellung vor.

8. b. - Glück für den Abwehrspieler: Die Reihenfolge der Regelübertretungen entscheidet über die Spielfortsetzung. Die strafbare Abseitsstellung war zuerst (indirekter Freistoß). Da das Handspiel somit keine Folgen hat, gibt es keine Veranlassung für eine Verwarnung (siehe Regeländerungen zur Saison 2012/13).

9. b. - Das gefährliche Spiel wird durch die Körperberührung zum verbotenen Spiel.

10. a. - Der Gegner kann damit rechnen, dass der Spieler, der sich abgemeldet hat, auch das Spielfeld verlässt. Sein Verhalten ist deshalb unsportlich, wenn er trotz Abmeldung in das Spiel eingreift.

11. a. - Die Vorteilsbestimmung findet Anwendung.

12. b. - Leider wird dieses grob unsportliche Verhalten, das die Gesundheit des gegnerischen Spielers arg gefährdet, besonders in höheren Spielklassen zu nachsichtig geahndet, obwohl die Fußballregeln in Italien und Deutschland gleichermaßen ROT vorsehen. Dass der Spieler seinen Gegenspieler nicht getroffen hat, spielt keine Rolle, denn der Versuch ist schon strafbar.

13. b. - Nachdem der Torwart den Ball freigegeben hat, darf er das Leder erst dann erneut mit der Hand berühren, nachdem ein anderer Spieler den Ball gespielt hat. Das Passieren der Strafraumgrenze ist ohne Belang.

14. b. - Tritt ein Spieler den Ball oder versucht ihn zu treten, während der Torhüter ihn abspielen möchte, wird der Spieler mit einem indirekten Freistoß bestraft.

15. c. - Der Schiedsrichter übernimmt die Entscheidung seines Assistenten (indirekter Freistoß). Der verteidigende Spieler hat Glück: Statt ROT sieht er allenfalls GELB, da kein »Torraub« vorliegt.

16. b. - Während die Schiedsrichter in Italien eine »angemessene« Zeit bis zum eventuellen Spielabbruch warten müssen, sind die deutschen Regeln präziser: Frühestens nach 30 Minuten darf der Schiedsrichter das Spiel beenden.

17. a. - In Deutschland wird gelehrt, dass die Spielzeit mit dem Anpfiff beginnt, in Italien muss der Schiedsrichter seine Uhr erneut starten, wenn der Anstoß unkorrekt ausgeführt wurde.

18. c. - Italiener und Deutsche sind sich einig: Das Elfmeterschießen kann nicht stattfinden!

19. c. - Wegen der groben Unsportlichkeit wird der Schiedsrichter die rote Karte zücken. Die Spielfortzung kann nur der indirekte Freistoß sein, da direkte Freistöße nur bei Regelverstößen gegen gegnerische Spieler verhängt werden können. Wird der Wurf allzu heftig (und zum Beispiel in das Gesicht des Referees) ausgeführt, wäre auch ein Spielabbruch denkbar.

20. b. - Auch in der Nachspielzeit gelten die Durchführungsbestimmungen der Strafstoßregel uneingeschränkt.



Beurteilung

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