Fußballregeln -
Regeländerungen Saison 2015/2016

Regel 2 - Der Ball

Innerhalb der Regel 2 wurde unter Entscheidungen des International Football Association Board folgende Veränderung vorgenommen:

1. Zusätzlich zu Regel 2 dürfen in Spielen bei Wettbewerben, die von der FIFA oder von den Konföderationen organisiert werden, nur Fußbälle verwendet werden, die eine der folgenden Marken tragen:

  • „FIFA Quality PRO”
  • „FIFA Quality”
  • IMS - „INTERNATIONAL MATCHBALL STANDARD”

Bälle, die die bisherigen Qualitätsmarken wie FIFA Approved , FIFA Inspected oder International Match Standard tragen, dürfen bei den vorgenannten Wettbewerben bis Juli 2017 verwenden werden.


Regel 3 - Zahl der Spieler

Die Regel 3 wurde unter der Zwischenüberschrift „Anzahl Auswechslungen” wie folgt ergänzt:

Rückwechsel

Rückwechsel sind nur in den untersten Spielklassen (Breiten- und Freizeitfußball) zulässig und unterliegen der Zustimmungspflicht des jeweiligen Mitgliedsverbandes.


Die Regel 3 wurde weiterhin unter der Zwischenüberschrift „Auswechselvorgang” neu formuliert und ergänzt angepasst:

  • Der ausgewechselte Spieler darf nicht mehr am Spiel teilnehmen, außer wenn Rückwechsel zulässig sind.

Regel 4 - Ausrüstung der Spieler

Die Entscheidungen des International Football Association Board unter der Zwischenüberschrift „Weitere Ausrüstungsteile” wurde wie folgt ergänzt:

Werden elektronische Leistungs- und Aufzeichnungs-Systeme verwendet (vorbehaltlich der Zustimmung des jeweiligen Mitgliedsverbandes/Wettbewerbs-Organisators):

  • Darf von diesen keine Gefährdung der Spieler und/oder Offiziellen ausgehen
  • Dürfen die von den Geräten/Systemen übertragenen Informationen und Daten nicht während des Spiels in der Technischen Zone empfangen oder genutzt werden.

Regel 11 - Abseits

Die Auslegung der Spielregeln und Richtlinien der FIFA für Schiedsrichter wurde um die fett markierten Textstellen ergänzt:


Definitionen

Bei der Anwendung von Regel 11 - Abseits gelten folgende Definitionen:

„Der gegnerischen Torlinie näher“ heißt, dass der Spieler mit dem Kopf, dem Rumpf oder den Füßen der gegnerischen Torlinie näher ist als der Ball und der vorletzte Gegenspieler. Nicht maßgebend sind die Arme.

„Ins Spiel eingreifen“ heißt, dass der Spieler einen Ball berührt oder spielt, der zuletzt von einem Mitspieler berührt oder gespielt wurde.

»Einen Gegner beeinflussen« heisst, dass der Spieler einen Gegenspieler daran hindert, den Ball zu spielen oder spielen zu können, indem er eindeutig die Sicht des Gegners versperrt, oder den Gegner angreift, um den Ball spielen zu können.

Zusätzlich ist ein Spieler in Abseitsstellung ebenfalls zu bestrafen, falls:

  • er eindeutig versucht, einen Ball in seiner Nähe zu spielen und diese Aktion einen Gegner beeinträchtigt oder
  • er eine offensichtliche Aktion ausführt, die die Möglichkeiten eines Gegners beeinträchtigt, den Ball zu spielen.

Richtlinien


  • eindeutig versucht – diese Wortwahl soll verhindern, dass ein Spieler, dass ein Spieler bestraft wird, der aus größerer Entfernung in Richtung des Balles rennt (außer dass er in die Nähe des Balles kommt).
  • Nähe ist wichtig, damit ein Spieler nicht bestraft wird, wenn der Ball beispielsweise hoch über seinen Kopf fliegt oder deutlich vor ihn gelangt.
  • Beeinträchtigung bezieht sich auf die (potenzielle) Möglichkeit eines Gegners, den Ball zu spielen und umfasst auch Situationen, in denen die Bewegung eines Gegners, um den Ball zuspielen, durch Spieler in Abseitsstellung verzögert, behindert oder verhindert wird.

Allein durch die Abseitsstellung verursacht ein Spieler jedoch nicht immer eine Beeinträchtigung. Beispiele:

Wenn sich der Ball im Spielfeld auf der rechten Seite befindet und sich ein Spieler in Abseitsstellung in der Mitte des Spielfeldes in neue Angriffsposition bewegt. Ist er nicht zu bestrafen, es sei denn, diese Aktion beeinträchtigt die Möglichkeit eines Gegners, den Ball zu spielen.

Wenn ein Spieler versucht, den Ball zu spielen, der auf dem Weg ins Tor ist, ohne dabei einen Gegner zu beeinflussen, oder in Situationen, in denen kein Gegner in der Nähe ist, ist der Spieler nicht zu bestrafen.

»Aus seiner Position einen Vorteil ziehen« heisst, dass der Spieler aus einer Abseitsstellung einen Ball spielt,

  1. der vom Pfosten, der Querlatte oder von einem gegnerischen Spieler zurückprallt oder zu ihm abgelenkt wird.
  2. der aus einer absichtlichen Abwehraktion von einem gegnerischen Spieler zurückprallt, abgelenkt oder zu ihm gespielt wird.

Ein Spieler zieht keinen unzulässigen Vorteil aus seiner Abseitsstellung, wenn er den Ball von einem gegnerischen Spieler erhält, der den Ball absichtlich spielt, sofern keine absichtliche Abwehraktion vorliegt.

Eine Abwehraktion liegt vor, wenn ein Spieler einen Ball, der sich auf dem Weg ins Tor (oder sehr nahe) befindet, mit einem beliebigen Körperteil außer den Händen (mit Ausnahme des Torhüters in seinem eigenen Strafraum) stoppt.